Do's und Don'ts bei Displays

Greifen, festhalten... verkaufen!

Im Allgemeinen sind Displays sind hervorragend geeignet, um die Aufmerksamkeit der Kunden im Laden zu fesseln. Es sind wichtige Elemente der Shopper Journey. Für Designer und Marketingfachleute ist es aber nicht immer deutlich, wie ihre Wirkung verbessert werden kann. Aus diesem Grund haben britische Forscher dies gründlich untersucht. Die Ergebnisse wurden teilweise im MaRC Exam Prep Book veröffentlicht. Die Studie hat zu der einigermaßen kryptischen Formel „3, 4, 5“ geführt. Die Erklärung:

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Ein Shopper muss eine Botschaft auf einem Display innerhalb von 3 Sekunden sehen, innerhalb von 4 Sekunden wissen, was sie bedeutet und die Botschaft darf nicht mehr als 5 Wörter lang sein. Ein Display muss also die Aufmerksamkeit auf sich lenken, diese festhalten und vor allem: verkaufen. An das Design dieses Verkaufsinstruments werden besonderen Anforderungen gestellt. Einige Faustregeln:

  • Die Farbe eines Displays muss aus 30 m Entfernung erkennbar sein. Mehr noch: Die Gestaltung muss so sein, dass der Shopper zum Display hingezogen wird.
  • In 10 m Entfernung sind Piktogramme, bestimmende Illustrationen und Figuren auf eine Weise erkennbar, dass die Aufmerksamkeit des Shoppers gefangen bleibt.
  • In 1,5 Metern vermittelt das Display direkte Informationen über das Produkt und seine Abbildungen und Texte sind hervorragend wahrnehmbar.

Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, kommt es zu Verkaufserfolgen. Studien beweisen, dass die Käufer Displays als hervorragendes Informationsmedium empfinden und die Verkaufszahlen entsprechend steigen.

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Optimal einsetzbar

Noch ein paar Tipps für den optimalen Einsatz des Displays:

  • Displays verführen den Shopper zu Käufen, die zunächst nicht auf seiner/ihrer Einkaufsliste standen. Sie stimulieren Impulskäufe im Laden und nicht erst an der Kasse, wo die meisten Impulskäufe stattfinden.
  • Cross-Selling … das Display bietet dafür den größten Anreiz. Bekannt ist das Beispiel eines Displays von Keksen neben der Milch. Es geht aber noch intelligenter: das Aufstellen eines Displays mit Bier neben Papierwindeln am Wochenende. Die Wochenendeinkäufe werden oftmals von den Männern übernommen. Wird das Bier in der Nähe der Babywindeln aufgebaut, dann ist die Chance groß, dass sie auch noch ein Sixpack in den Einkaufswagen legen.
  • Verbesserung des Co-Branding. Mit einem Display derselben Marke steigt der Wirkungsgrad des teuren Regalfachs.

Last but not least sind Displays hervorragende Mittel zur Förderung des Markenerlebnisses. Nach Auffassung der Forscher rufen sie eine Emotion hervor, die in klingende Münze umgesetzt wird. Abgesehen davon kann ein Display auch sehr informativ sein. Immer mehr Konsumenten möchten etwas über die Herkunft der zu kaufenden Waren und Produkte erfahren. Menschen haben die starke Neigung, sich Marken, die für etwas stehen, verbunden zu fühlen. Mit anderen Worten: Läden, die Displays im Laden ablehnen oder dessen Nutzen anzweifeln, schaden ihrem eigenen Umsatz und ihrer Aufmerksamkeitswirkung. Wollen Sie mehr über das optimale Display für Ihr Unternehmen erfahren? Sprechen Sie uns an.

MEHR LICHT, KEIN TON

Konsumenten empfinden Displays im Laden als attraktives Element, aber es muss einige Anforderungen erfüllen. Sie finden es schön, wenn ein Display gut beleuchtet ist und die Marke gut kommuniziert wird. Konsumenten betrachten gern bewegliche Elemente. Diese Elemente erhöhen die Verweildauer beim Display. Ein neues Display im Laden fällt auf, vor allem wenn es sich um einen häufig vom Kunden besuchten laden handelt, dessen Lageplan bekannt ist. Aber es gibt auch störende Faktoren. Kunden haben eine Abneigung gegen Displays, aus denen Töne, Texte oder Musik kommen. Ton lenkt zwar die Aufmerksamkeit auf das Display, aber der Großteil der Shopper empfindet diesen Aspekt als negativ. Konsumenten haben fast immer eine Meinung zu einem Display. Die Kategorie "keine Meinung" schneidet auffallend schlecht ab.