„ES BEGINNT MIT EINER ANDEREN SICHTWEISE“

Maurice van Aarsen und Richard Savelkoul (Forschung & Entwicklung)

Wer mit Maurice van Aarsen und Richard Savelkoul von der Abteilung Forschung & Entwicklung bei Holbox spricht, braucht sowohl gute Lachmuskeln als auch einen hellen Kopf. Die beiden sind die besten Kreativen bei Holbox, die seit einiger Zeit diese Abteilung besetzen. Auch vor dieser Zeit haben die beiden Herren sowohl Kunden als auch Kollegen mit kreativen Spitzfindigkeiten überrascht, egal, ob auf Kundenanfrage oder nicht. Eigentlich musste nach jahrelangen Erfindungen ein eigener Name für das Duo gefunden werden. Und das ist gelungen: Research & Development. Van Aarsen und Savelkoul haben von Holbox alle Möglichkeiten und Freiheiten bekommen, um neue Displays zu entwickeln bzw. neue Funktionen für bestehende Displays zu kreieren. Dabei stehen sie weiterhin mit beiden Beinen auf der Erde. Manager R&D van Aarsen: „Es ist kein Spiel... letztendlich müssen wir mehr und noch bessere Displays verkaufen.“ Ein Interview mit einem Duo, das sowohl witzig und schnell als auch nachdenklich und ernsthaft stundenlang über Displays erzählen kann.

savelkoulintro
savelkoul-b1

Sowohl Maurice als auch Richard haben eine beeindruckend lange Zugehörigkeit zu Holbox. Mit einer kurzen Unterbrechung arbeitet der zuerst Genannte etwa 25 Jahre bei Holbox und auch Richard kann auf viele Jahre bei diesem Arbeitgeber zurückblicken. Beide haben eine grundlegende Ausbildung in der Kreativbranche absolviert. Das Kreativteam hat die Aufgaben unter sich aber auf natürliche Weise nach ihren Interessen aufgeteilt. Richard ist hauptsächlich kreativ und bezeichnet sich selbst zu 70 % als Designer. Maurice ist auch kreativ, aber er hat ein großes Interesse an Technik und daran, wie Displays in Bezug auf Funktion, Form und Tragfähigkeit am besten produziert werden können. Das Interesse an Technik geht aber bei beiden Herren so weit, dass sie sich über die Handhabung des Displays durch den Kunden Gedanken machen. „Ein Display muss so logisch aufgebaut sein, dass es ganz einfach im Laden zusammengesetzt werden kann. Bei Displays von Wettbewerbern sieht man noch regelmäßig, dass sie sehr kompliziert aufgebaut sind und häufig im Müllcontainer enden. Das ist rausgeschmissenes Geld.“

savelkoulfoto

Umwelt

Viele technische und designtechnische Entwicklungen der letzten Jahre sind dem Duo zu verdanken. Beispiele dafür sind die 2 Second Display®-Serie und das sogenannte Hang-In Display. Das zuletzt Genannte wurde nur aus umwelttechnischen Gründen entwickelt, aber es hat noch weitere Vorteile. Maurice: Wir wollten ein stabiles Display ohne Kunststoff und Holz entwerfen. Dabei ist das Hang-In-Display entstanden. Das ist im Handumdrehen aufgebaut und dabei noch unglaublich tragfähig. Es kann problemlos 150 kg an Produkten tragen. Es wird nicht die letzte Innovation sein, denn hinter vorgehaltener Hand wird schon geflüstert, dass die nächste Erfindung nicht mehr lange auf sich warten lassen wird.

Begeistert von ihrem Fach

Sowohl Maurice als auch Richard sind von ihrem Beruf begeistert. „Mir fallen sogar nachts noch Ideen ein. Die muss ich sofort aufschreiben, sonst habe ich sie am nächsten Tag vergessen. Richard: „Es klingt vielleicht ein bisschen merkwürdig ... aber manchmal läuft man zur Toilette und wieder zurück, und dann hat man eine fantastische Idee. Es hört niemals auf.“ Auch bei privaten Einkäufen üben die Displays eine Faszination aus. Maurice: „Man schaut sich die Displays an, die nicht von uns sind und will herausfinden, wie sie gebaut sind. Oftmals hätten wir die Konstruktion anders und damit günstiger gelöst. Wir entscheiden uns nie für den einfachsten Weg. Wir wollen im Displaymarkt innovative Dinge anbieten. Darum betrachten unsere Kunden uns immer weniger nur als Lieferanten, sondern mehr als Partner.“ Richard: „Manchmal beginnt der Prozess mit einem ‚Bauchgefühl‘ das uns sagt, dass wir die Displays für einen bestimmten Kunden noch besser und optimal funktionierend gestalten können. Das wird unglaublich geschätzt.“

Plagiat

Diese Wertschätzung haben auch die Konkurrenten von Holbox, die die Entwürfe der zwei nur zu gern kopieren. Maurice erinnert sich: „Vor einigen Jahren bin ich mit meiner Familie durch die Schweiz gefahren und irgendwann musste ich tanken. Im Tankstellen-Shop habe ich dann ein Display gesehen, das nicht von uns stammte, mit einer für Holbox einzigartigen Konstruktion. Man kann sich darüber ärgern, aber es passiert regelmäßig, dass wir kopiert werden. Ich übertreibe: Holbox ist der Copyshop für die Displaywelt. Manchmal bringen unsere Kunden Entwürfe, die wir vor 10 Jahren entwickelt haben, als absolute Neuigkeit auf den Markt. Dort ist es ganz anders als bei uns. Wir wollen etwas entwickeln, das kreativ, einzigartig und funktional ist. Dafür kommen die Kunden zu uns. Es beginnt mit einer anderen Sichtweise auf die Dinge. Und es endet mit einem zufriedenen Kunden. Darum geht es!“