Der Future Customer wird von der „Brightbox“ profitieren

Ellis Janssen (Philips Lighting) über den vertikalen Gartenbau

Aktuelle wissenschaftliche Forschungen beweisen, dass die Welt schon im Jahr 2050 ihre Bewohner mit den heutigen Methoden der Lebensmittelerzeugung nicht mehr wird ernähren können. Das ist für Philips Lighting unter anderem der Grund Studien zu neuen Methoden für die Produktion gesunder Nahrung, die in großen Mengen und in der Nähe des Point of Sale verfügbar ist, bei allen Wetterbedingungen durchzuführen. „Im Jahr 2050 werden wir quasi drei Erdkugeln benötigen, um eine davon mit Essen zu versorgen. Diese Welten haben wir nicht, aber wir wissen eine Menge über Pflanzenwachstum und über den Einfluss von Licht auf dieses Wachstum.“

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Das sagt Ellis Janssen, Marketing Managerin Fresh Produce für CityFarming bei Philips Lighting. „Als Philips entdeckte, dass bestimmte Arten von Licht einen positiven Einfluss auf das Wachstum von Pflanzen haben, wurden zunächst Natriumdampflampen für den Einsatz in Treibhäusern entwickelt. Die neueste Entwicklung sind LED-Lampen. Wir haben weiterhin entdeckt, dass nicht alle Farben des Lichtspektrums das Pflanzenwachstum fördern. Ein intensives Rot und Blau sind für die Photosynthese einer Pflanze förderlich. Wenn diese unter konditionierten Bedingungen im Hinblick auf Luft, Feuchtigkeitsgehalt und Temperatur damit beleuchtet und andere Farben weggelassen werden, dann führt dies zu einem optimalen und schnellen Wachstumsergebnis.“ Das bedeutet, dass eine Vielzahl von Gewächsen immer angebaut werden können, wenn man über das optimale Wachstumsrezept verfügt.

Future Customer

Aber das ist noch nicht alles. Janssen: „Man hat nicht nur die Produktion an sich in der Hand, sondern auch den Geruch, die Inhaltsstoffe und den Geschmack der Gewächse. Das heißt, dass wir in der Zukunft sicherlich dem Geschmack des ‚Future Customer‘ entgegenkommen können. In der Zukunft werden wir nach Spezifikation anbauen können.“ Der Beweis wird angetreten und Ihr Berichterstatter darf verschiedene Gemüsesorten und Kräuter probieren. Sie schmecken etwas intensiver als die traditionell angebauten Exemplare. Janssen: „Wir werden demnächst nach Geschmack, Duft und Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Vitamin C anbauen können.“ Für den Duft verfügt Philips sogar über eine „elektronische Nase“, die objektiv beurteilen kann, ob die gewünschten Ergebnisse auch erreicht werden.

Millennials

Die Produktion mit Licht unter konditionierten Bedingungen steckt noch in den Kinderschuhen. Die angebauten Pflanzen sind noch relativ teuer. Dennoch gibt es große Anlagen insbesondere in Japan und den USA für den Anbau in geschlossenen Räumen. Trotz des hohen Preises bietet der Anbau in einer „Brightbox“ erhebliche Vorteile. Für die Produktion von Salat werden nur eineinhalb Liter Wasser benötigt. Beim traditionellen Anbau ist dies ein Vielfaches. Darüber hinaus wird die Produktionszeit erheblich verkürzt. Das Gemüse wird nicht gespritzt und es wird in Wasser mit Nährstoffen angebaut. Philips Lighting erwartet in der näheren Zukunft einen um ein Vielfaches höheren Ertrag dank weiterer technologischer Entwicklungen. Dennoch besteht auch jetzt schon Interesse von bestimmten Zielgruppen an dem teureren Blattgemüse. Janssen: „Das sind vor allem die Millenials. Sie bestimmen die Wirtschaft von heute und morgen und haben eine engere Beziehung zu Technologie. Sie haben mehr Interesse an derartigen Trends als alle Generationen vor ihnen. Sie beschäftigen sich bewusst mit der Nachhaltigkeit, dem Geschmack und dem Inhalt ihrer Nahrung.“

Philips, Holbox, Licht und Displays

Das Thema „Licht“ ist in dieser Zeitschrift kein unbeschriebenes Blatt. Wenn auch nur aus dem Grund, dass Philips der größte Niederländische Hersteller von Lampen und LED von Anfang an Kunde bei Holbox ist. Holbox fertigt zum Beispiel in Polen Displays für Philips Lighting. Das erwähnte Licht der Brightbox hat nicht nur einen bestimmten Effekt auf lebende Organismen, es hat auch Einfuss auf ... das Kaufverhalten im Laden! In der Ausgabe der Instore Only aus April 2015 hat Holbox ein Exklusiv-Interview mit einer der wichtigsten Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet von Licht und Konsument, Prof. Dr. Malaika Brengman (Universität Brüssel, Spezialisierung auf Konsumentenverhalten, Einfluss von Farbe und Licht auf das Kaufverhalten des Konsumenten) veröffentlicht. Gemeinsam mit Philips Lighting hat sie eine Studie zu den Auswirkungen verschiedenfarbigen Lichts auf das Verhalten des Konsumenten durchgeführt. Sie kam dabei zu dem Schluss, dass eine gute Beleuchtung die Wirkung von Displays erheblich verbessert.