Einzelhandel. Konsumententrends laut Proef

Proef hat exklusiv für Instore Only - und im Hinblick auf das Future Forum am 12 .Oktober - eine kurze Trendstudie durchgeführt. Das Ergebnis waren einige Entwicklungen und Trends, an denen der Einzelhandel nicht vorbeikommt.

Thema 1: der Mensch ist wichtiger als die Zielgruppe

Marketingfachleute und Designer sind es gewohnt, Zielgruppen zu bestimmen: Konsumenten, Nutzer, Millenials etc. Das ist grundsätzlich nicht falsch. Häufig wird jedoch vergessen, dass diese Zielgruppen in erster Linie aus MENSCHEN bestehen. Die emotionale Erlebniswelt gewinnt zunehmend an Bedeutung. Damit zusammenhängende Fragen sind: Welches sind unsere besten mit Emotionen verbundenen Trigger für das Handeln des Konsumenten, mit welchen Methoden gehen sie auf der Suche nach Glück Beziehungen ein?

Thema 2: Der Millennial wird unterschätzt

Millennials werden in den Medien oftmals auf negative Weise dargestellt. Es sollte die grenzenlose Generation sein, die mit großen technologischen Fortschritten aufgewachsen ist und alles digital erledigen möchte. Der Einzelhandel muss berücksichtigen, dass diese Millenials erwachsen werden, überall vertreten sind und den Marken von morgen Bedeutung verleihen. Beim Aufbau einer Marke in den nächsten 5 - 10 Jahren wird es nicht darum gehen, ein wiedererkennbares Logo zu haben, sondern um den Wert, welche die Zielgruppe der Marke gibt. Der Einzelhandel hat viele Chancen, auf emotionaler Ebene eine Beziehung zu dieser manchmal verschmähten Zielgruppe aufzubauen. Sie ist viel ernsthafter und engagierter als das Bild, das momentan von ihr in den Medien gezeichnet wird.

Thema 3: An der Marke beteiligen

Markenerlebnisse, Markenbotschafter, Markenverbindungen ... Jeder Hersteller und Einzelhändler bemüht sich darum, intensive Momente mit den Konsumenten zu teilen. Es scheint so, als ob diese hochgejubelten Erlebnisse ihre eigentliche Bedeutung immer mehr verlieren. Und das, wo ein inhaltsvolles Markenerlebnis gerade so wichtig ist. Die Frage der Zukunft lautet also: wie werden Menschen noch stärker an der Marke beteiligt?

Thema 4: Verantwortung übernehmen

Nachrichten in den Medien über Anschläge, Kriege und Gefahren verursachen Angst und Wut. Menschen suchen nach Möglichkeiten, diese Gefühle zu kanalisieren. Sie möchten einen Beitrag leisten, Einfluss ausüben und ein Zusammengehörigkeitsgefühl erleben. Dabei geht es nicht um große Taten, sondern um Momente, in denen sie in kleinem Stil Verantwortung übernehmen können. Als Einzelhändler können Sie neue soziale Verträge mit Ihren Kunden schließen. Welche Vereinbarungen treffen Sie mit Ihren Kunden? Diese Vereinbarungen können sich auf den Umgang mit dem Produkt beziehen oder gerade auf den Abbruch des Umgangs damit. Übernimmt Ihr Kunde dafür die Verantwortung? Wenn das so ist, dann übernimmt die Marke oder das Unternehmen die Verantwortung für eine möglichst ehrliche Produktion. Stellen Sie heraus, was Sie von Ihren Kunden erwarten und was Sie dafür zurückgeben. Bauen Sie auf diese Weise langfristige Beziehungen auf.

Thema 5: Gefühl von Eintracht

Es ist nicht einfach, sich in der heutigen bewegten Zeit zu behaupten. Darum ist es vernünftiger, gemeinsam das Beste daraus zu machen. Es reicht nicht aus, in der echten Welt zusammenzukommen. Es wird nach einem gemeinsam Ideal, einem sogenannten „Common Ground“ gesucht, wo Menschen einander finden und ihre Geschichten mitteilen können. Diese „Common Grounds“ entstehen auf der Grundlage eines gemeinsamen Nenners, sie entstehen sowohl offline als auch online in Form neuer Plattformen. Dabei geht es nicht um die oben genannten hochgehubelten Erlebnisse, sondern darum, zusammen zu sein und Werte zu schaffen. Welche „Common Grounds“ schaffen Sie als Einzelhändler gemeinsam mit Ihrer Gemeinschaft? Wir teilen dies auf eine ästhetisch verantwortungsbewusste Weise über Instagram.